FDP/FW-Fraktion erwartet nach der Landtagswahl neue Rahmenbedingungen für OWL.

Korrekturen am LEP erwartet. Medizinische Fakultät möglich. Nationalpark ohne Chance.

Detmold/Düsseldorf

Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat bei der Bezirksregierung Detmold erwartet nach dem Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen neue Rahmenbedingungen für die Region OWL.
Fraktionschef Kai Abruszat, zugleich Mitglied des NRW-Landesvorstandes seiner Partei, geht von „substantiellen Veränderungen am Landesentwicklungsplan“ aus, sofern eine Regierungskoalition aus CDU und FDP zustande komme.

Wirtschaft, Mittelstand und Kommunen benötigten zum Beispiel auch in Ortsrandlagen unbürokratischen Spielraum für eine gedeihliche Entwicklung. Dagegen habe ein Nationalpark in der Region nunmehr auf absehbare Zeit „keine Chance auf eine Realisierung“.

Befürworter dieses umstrittenen Vorhabens müssten jetzt einsehen, so Abruszat weiter, dass es im Düsseldorfer Landtag hierfür „definitiv keine Mehrheiten gibt“. OWL sei vielmehr klug beraten, sich gemeinsam auf umsetzbare Projekte zu fokussieren.

Hierzu gehöre neben der Innovationsförderung auch eine Medizinische Fakultät in OWL mit Ausstrahlungswirkung für die gesamte Region.
Wenn es nach einem notwendigen „Kassensturz“ im Landeshaushalt entsprechende finanzielle Spielräume gebe, könnten Planungen in Angriff genommen werden, die auf die bisherige Kooperation mit der Universität Bochum aufbauten. „Die guten Ansätze beim Medizin-Campus-OWL in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford muss man nutzen“, so Abruszat abschließend.